Oberlia West: Pleite im Derby: Hamm verliert 7:8
Konsterniert. Frustriert. Fassungslos. Und auch ein wenig sprachlos. Die 7:8 (2:1, 3:6, 2:1)-Niederlage der Hammer Eisbären gegen den Königsborner JEC schlug Trainer Carsten Plate gehörig aufs Gemüt. „Das hat mich ein bisschen an die 1:10-Niederlage in Nauheim erinnert“, sagte der Ex-Profi. „Aber das war noch schlimmer als die neun schnellen Gegentore bei den Roten Teufeln.“
Es dauerte nur bis zur dritten Minute, als der Plan der Hammer, möglichst früh selbst in Führung zu gehen, über den Haufen geworfen wurde. Denn es war der KJEC in Person von Michal Bezouska, der vor 436 Zuschauern den ersten Treffer des Abends erzielte – das 0:1. Doch die Hammer fanden zunehmend besser in die Begegnung, kamen zu Möglichkeiten durch Christian Gose (9.) oder Milan Vanek (15.). In der 16. Minute vergab Patrick Schnieder auf der anderen Seite einen Konter für die Bulldogs, und im direkten Gegenzug egalisierte Nils Sondermann nach Zuspiel von Jiri Svejda zum 1:1. Wenig später vollendete der Vorbereiter dann selbst: Svejda netzte zum 2:1 ein (19.).
Und als Christian Gose zu Beginn des zweiten Durchgangs das 3:1 markierte (22.), schienen die Eisbären die Partie zu ihren Gunsten gewendet zu haben. „Diese Führung haben wir dann aber nicht verwalten können“, sagte Plate. Denn nur 77 Sekunden später traf Jakub Krätzer zum Anschluss (24.). „Das 3:2 kommt dann zu schnell“, monierte der Coach. Auf den Ausgleich durch Igor Alexandrov zum 3:3 (27.) antworteten die Hausherren in der 29. Minute mit dem 4:3 – Malte Bergstermann vollendete einen sehenswerten Alleingang. Doch die Hammer luden den KJEC zum Toreschießen ein, leistete sich herbe Patzer. Die Folge:
Bezouska (32.), Krätzer (34.) und Schnieder (37.) erzielten die Treffer Nummer vier, fünf und sechs für die Gäste. Zwar gelang Jiri Svejda in der 37. Minute noch das 5:6, doch noch vor der Pause war Krätzer zum 5:7 erfolgreich (39.).
Matthias Potthoff brachte die Eisbären aber noch einmal zurück: Der Stürmer mit der Trikotnummer 14 verkürzte auf 6:7 (52.). Und als Milan Vanek in der 56. Minute in Überzahl zum 7:7 einnetzte, schien sie die Partie erneut zu wenden. Doch die Hausherren vergaben zahlreiche Möglichkeiten, doch noch als Sieger vom Eis zu gehen – etwa durch Max Pohl (57.) oder Karan Moallim (58.). Stattdessen bestrafte Unna die mangelnde Verwertung: Bezouska traf zum 7:8 aus Sicht der Hammer (59.). „Ein Aufbäumen war da, aber das reichte einfach nicht“, analysierte Plate.
Quelle: Hammer Eisbären – Pressemeldung
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