EBEL: Wieder später Sieg der Red Bulls gegen erwartet schwere Ungarn
Der EC Red Bull Salzburg nahm beim Heimspiel der Erste Bank Eishockey Liga gegen SAPA Fehérvár AV19 das Heft sofort in die Hand und kontrollierte den ersten Abschnitt über weite Strecken. Waren Chancen nach einer Anfangsphase ohne Höhepunkte noch Mangelware, schossen sich die Red Bulls schnell auf ihren ungarischen Gegner ein und spielten zeitweise wie im Powerplay. Die Ungarn standen hinten aber gut und verhinderten in den ersten 20 Minuten oft nur mit Glück einen Gegentreffer.
Bezeichnenderweise hatten die Gäste in der zehnten Minute die erste Topchance, als Krisztian Palkovics allein aufs Tor zulief, aber am Salzburger Schlussmann Josh Tordjman nicht vorbeikam. In den letzten Minuten vor der Pause war der erste Salzburger Treffer dann längst überfällig, Thomas Raffl etwa traf die Stange, ein Schuss aus der Drehung von Brent Aubin ging knapp am Gehäuse vorbei. Es blieb vorerst beim 0:0.
Im zweiten Abschnitt wurden die Red Bulls endlich für ihre Bemühungen belohnt, Brent Aubin fixierte in der 22. Minute den Führungstreffer. Auch danach spielten lange Zeit nur die Red Bulls, schnürten die Gäste im eigenen Drittel richtig ein. Doch hin und wieder kamen diese zu Entlastungsangriffen, und einen solchen nutzten sie zum plötzlichen, weil zu diesem Zeitpunkt unerwarteten Ausgleich in der 31. Minute. Das beflügelte offensichtlich die Ungarn, auf einmal war das Spiel offen, und die Gäste schossen jetzt etliche Male gefährlich aufs Salzburger Tor, zwangen Josh Tordjman zu einigen starken Saves am Ende des Drittels, das völlig ohne Strafen auskam.
Auch im Schlussdrittel spielten beide Teams sehr diszipliniert, und es blieb zunächst ausgeglichen. In der 44. Minute gingen die Gäste erstmals in Führung, und darauf hin erhöhten die Salzburger nochmals das Tempo, das Spiel war zu einer mitreißenden Partie geworden. Thomas Raffl glich schließlich in der 49. Minute aus, in dem er die Scheibe, die nach einem Schuss von Robbie Earl vom Goalie abprallte, über die Linie stocherte. In den letzten zehn Minuten drückten die Red Bulls immer weiter, während die Ungarn mehr über Konter gefährlich blieben. Erst in der 57. Minute gelang schließlich Ramzi Abid der entscheidende Treffer zum 3:2-Erfolg, die Ungarn hatten aber danach sogar noch eine Top-Chance von Derek Ryan, der frei vor Joah Tordjman zum Schuss kam.
Die Red Bulls freuten sich am Ende über zwei Punkte, die trotz der zwischenzeitlichen optischen Überlegenheit hart erarbeitet werden mussten, denn die Ungarn hatten sich als die charakterstarke und disziplinierte Mannschaft erwiesen, wie es Head Coach Pierre Pagé gestern vorher gesagt hatte: “Sie standen hinten sehr dicht, das ist ihr Spiel. Wir haben intensiv gespielt, lange Zeit aber keine Lösungen gefunden. Solche schweren Spiele brauchen wir, um unseren Rhythmus zu finden, um unter Druck erfolgreich zu sein. Insgesamt hat die Mannschaft in den letzten Wochen Fortschritte gemacht, das ist v.a. auch in Hinblick auf das Red Bulls Salute sehr wichtig.”
Das war also das Freitagspiel für die Red Bulls, und am kommenden Sonntag gastiert der amtierende Meister wieder in Ljubljana, wo er erst vor knapp drei Wochen mit 2:3 in der Verlängerung unterlag. Diesmal wollen die Salzburger auch in Ljubljana bestehen und nach Möglichkeit die jüngste Erfolgsserie von vier Siegen en suite fortsetzen. In Ljubljana treten sie übrigens erstmals in dieser Saison als Tabellenzweiter an, denn eben jene Slowenen unterlagen heute in Linz und sind damit in der Tabelle nach hinten gerutscht.
Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung
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