Red Bulls wollen sich für Auswärtsniederlage gegen Znojmo revanchieren
Erstmals in dieser Saison begrüßt der EC Red Bull Salzburg den HC Orli Znojmo in der Salzburger Eisarena. Morgen, Dienstag, kommt es zum zweiten Aufeinandertreffen mit dem tschechischen Team, das man zwar immer noch gern als Liga-Neuling bezeichnet, das mittlerweile aber schon gegen jedes Team der Erste Bank Eishockey Liga mindestens einmal gespielt und vorerst seinen Platz im Elferfeld gefunden hat. Und das heißt: Neunter nach 14 Spielen, davon fünf gewonnen. Einen dieser Siege erzielten die tschechischen Adler auch gegen die Red Bulls, die sich vor gut drei Wochen in Znojmo mit 1:3 geschlagen geben mussten.
Waren die Tschechen vor dem ersten Vergleich noch der große Unbekannte, so wissen die Salzburger jetzt also schon besser, was sie erwartet. Dennoch sind die “Neuen” immer noch schwer ausrechenbar, wie etwa der 1:0-Sieg nach Verlängerung in Linz vor neun Tagen oder der gestrige 2:2-Zwischenstand gegen den Klagenfurter AC – das Spiel musste dann wegen Eisproblemen abgebrochen werden – zeigt. Und wie man Eishockey spielt, wissen die Tschechen nicht erst seit dieser Saison. 1933 gegründet, stieg der Club 1997 in die 1. Liga auf, 1998 gewann Znojmo schließlich auch diese zweithöchste tschechische Spielklasse. Ein Jahr später wiederholte die Mannschaft aus Znojmo diesen Erfolg und stieg in die Extraliga auf. Den größten Erfolg in Tschechiens höchster Spielklasse feierte der Club in der Saison 2005/2006 mit dem Erreichen des Meisterschafts-Halbfinales. Nach dem Ende der Spielzeit 2008/2009 verkaufte der Club aus wirtschaftlichen Gründen seine Extraliga-Lizenz und stieg damit wieder in die 1. Liga ab. Dort war für den HC Orli Znojmo in der letzten Saison im Viertelfinale Schluss. Soweit der kurze geschichtliche Abriss. Respekt? Ja! Fürchten? Nein. Noch immer zählen die Red Bulls zu den heimstärksten Teams der Liga, auch wenn die berühmte weiße Weste nach der gestrigen Niederlage gegen Linz nun nicht mehr weiß oder zumindest befleckt ist. Kapitän Matthias Trattnig will mit den Red Bulls auch morgen gegen Znojmo ein ähnlich gutes Spiel wie gestern bieten und hat auch schon die Lehren daraus gezogen: “Wir müssen defensiv besser stehen bzw. aufpassen und dürfen keine Chancen zulassen. Nach vorn gilt wie immer hart arbeiten und Chancen möglichst in Tore umwandeln.”
Die Red Bulls werden dabei wahrscheinlich mit dem gleichen Kader wie gestern antreten. Steve Regier (Knie), dessen Comeback nur mehr eine Frage von Tagen ist, und Daniel Welser (Fuß) fehlen verletzungsbedingt. Erik Reitz sitzt weiter seine Sperre ab. Und Robbie Earl ist wegen seinen Rückenproblemen auch morgen fraglich, wird mit der medizinischen Abteilung morgen Vormittag über seinen Einsatz entscheiden.
Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung
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