Vom Elften zum Ersten – Red Bulls treffen auf Villach und Linz
Gegensätzlicher könnten die beiden nächsten Gegner des EC Red Bull Salzburg in der Erste Bank Eishockey Liga nicht sein. Der aktuellen Tabelle zufolge auf jeden Fall, in sportlicher Hinsicht vielleicht nicht ganz so eindeutig. Der EC REKORD-Fenster VSV, Salzburgs Freitagsgegner, bildet im Moment das Tabellenschlusslicht, hat bislang erst 4 von 14 Spielen gewonnen und befindet sich somit in einer veritablen Krise.
Aus dieser könnten sich die Villacher allerdings gerade herausarbeiten, wie die jüngsten Ergebnisse offenbaren: nach einem Heimsieg gegen die UPC Vienna Capitals, einem Auswärtssieg in Verlängerung gegen HC Orli Znojmo und der knappen 1:2-Niederlage in der letzten Runde am vergangenen Dienstag in Klagenfurt wird ein wieder erstarkter VSV morgen auch den Red Bulls das Leben schwer machen. Zusätzliche Motivation bzw. neuen Schwung in die Mannschaft dürfte u.a. auch Mike Craig gebracht haben.
Der kanadische Stürmer ist zwar schon 40 Jahre alt, kennt dafür die Gegner der Erste Bank Eishockey Liga wie seine Westentasche – die letzten vier Jahre stürmte er für den KAC, davor vier Jahre für die Vienna Capitals – und hat in bislang drei Spielen mit den Blau-weißen auch drei Vorlagen gegeben. Das erste Heimspiel gegen den VSV gewannen die Red Bulls übrigens vor über einem Monat daheim mit 6:4, mussten nach dem Ausgleich des VSV zum 4:4 im Schlussdrittel aber noch um den Sieg zittern.
Ganz anders ist die Lage beim Sonntagsgegner, dem EHC LIWEST Black Wings Linz. Die Oberösterreicher haben sich mit 12 Siegen bei nur zwei Niederlagen in den letzten Runden kontinuierlich an die Tabellenspitze gearbeitet und sich kaum Umfaller geleistet, sieht man einmal von der unerwarteten 0:1-Heimniederlage gegen Znojmo (in Verlängerung) vor einer Woche ab. Der neue Trainer Rob Daum hat aus der Mannschaft mit mehr als einem Dutzend neuer Spieler eine homogene Einheit geformt, die in allen Linien gefährlich ist. Die Mannschaft strotzt ob des tadellosen Saisonstarts zu Recht vor Selbstvertrauen und hat auch in Punkto Torschützen gleich mehrere heiße Eisen im Feuer.
Die Red Bulls hatten mit den “neuen” Linzern ja schon beim ersten Saisonvergleich in Linz unliebsame Bekanntschaft gemacht, als die Oberösterreicher nach dem ersten Drittel schon mit 4:1 geführt hatten. Letztlich wurde es dann eine 4:6- Niederlage der Red Bulls, welche bei allem Respekt für die momentane Performance der Linzer den Ausgang des Spiels aber auch anders hätten gestalten können. Salzburgs Thomas Raffl, der mit dem Auswärtsspiel in Villach wieder in seine Heimatstadt bzw. zu seinem Stammverein zurückkehrt, erwartet zwei schwere Spiele: “Zuhause zu spielen ist immer etwas Besonderes. Ich freu mich auch für Andreas Kristler, der ja morgen zum ersten Mal seit seinem Clubwechsel in Villach spielt. Und die Villacher sind im Moment wieder recht euphorisch, nachdem sie mit den zwei Neuzugängen in die Erfolgsspur zurück gekehrt sind. Wir müssen sehr konzentriert zu Werke gehen.”
Für das Heimspiel am Sonntag hofft der 25-jährige Stürmer wieder auf die eigene Heimstärke: “Mit Linz kommt am Sonntag der momentan stärkste Ligavertreter zu uns, mehr muss man da wohl nicht sagen. Wir hingegen spielen zuhause auch sehr stark und wollen hier gern weiterhin ungeschlagen bleiben. Es kann alles passieren, wer mehr bereit ist für diese Partie, macht das Rennen.”
Bei den Red Bulls fehlen wie zuletzt die Verletzten Daniel Welser und Steve Regier – bei dem 27-jährigen Kanadier ist ein Comeback aber schon in Reichweite – sowie der Gesperrte Erik Reitz.
Quelle: EC Red Bull Salzburg – Pressemeldung
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