Red Bulls nehmen aus Ungarn immerhin einen Punkt mit

22. Oktober 2011 06:59 0 Kommentare

Mit dem gleichen Erfolgskader wie vor fünf Tagen gegen den Klagenfurter AC (Eishockey-24.de berichtete) trat der EC Red Bull Salzburg heute beim Spiel der Erste Bank Eishockey Liga in Székesfehérvár (HUN) an, musste dabei nur auf die Verletzten Daniel Welser und Steve Regier sowie den Gesperrten Erik Reitz (Eishockey-24.de berichtete) verzichten. Da auch Head Coach Pierre Pagé aus privaten Gründen nicht dabei sein konnte, war heute das Trainergespann mit Reijo Ruotsalainen und Patric Wener für die Mannschaft verantwortlich.

Und sie hatten die Red Bulls gut auf die Partie eingestellt, denn die hielten im ersten Abschnitt, in dem beide Kontrahenten langsam in Fahrt kamen und sich vor der Pause bereits erste gute Möglichkeiten erspielten, ein 0:0 und saßen dabei nicht einmal auf der Strafbank. Gleich nach der Pause aber tauchte Ryan Derek allein vor Salzburgs Goalie Josh Tordjman auf und verwertete zur 1:0-Führung. Danach ging es bei hohem Tempo hin und her, gute Chancen gab es jetzt auf beiden Seiten. Josh Tordjman hielt stark und vereitelte etliche weitere Top-Möglichkeiten der Red Bulls, die bis zur zweiten Pause allerdings auch ihre eigenen, teilweise hochkarätigen Chancen nicht verwerten konnten. Ansonsten wurde hart, aber sauber gespielt: nach 40 Minuten hatten die Ungarn lediglich vier, die Red Bulls sogar nur zwei Strafminuten abgesessen.

Im Schlussdrittel erhöhten die Salzburger das Tempo, verpassten aber weiterhin die eigenen Topchancen in Zählbares umzumünzen. Das noch einmal verstärkte Offensivspiel öffnete den Gastgebern hinten Räume, und tatsächlich gelang den Ungarn damit in der 52. Minute der scheinbar vorentscheidende zweite Treffer, Torhüter Josh Tordjman hatte nach einem abgefälschten Schuss keine Chance. In der 54. Minute aber konnte Ramzi Abid den ungarischen Torhüter mit einem Acht-Meter-Schuss ins Kreuzeck erstmals überwinden und den hoch verdienten Anschluss herstellen. In der enorm spannenden Schlussphase riskierten die Red Bulls alles, und als sich die Ungarn der drückenden Salzburger nicht mehr erwehren bzw. nur noch mit Fouls erwehren konnten, nutzten diese die Gunst der Stunde, nahmen beim 5:3-Powerplay den Goalie vom Eis und stellten den Ausgleich her – Ramzi Abid machte seinen Doppelpack perfekt.

In der Verlängerung aber waren es die Hausherren, die nun eines der seltenen Überzahlspiele verwerteten und in der 64. Minute die Partie für sich entschieden. Die Red Bulls unterlagen damit neuerlich in Ungarn, waren einem Sieg aber schon deutlich näher als in den voran gegangenen Auswärtsspielen. Schade, dass die Aufholjagd in der regulären Spielzeit nicht belohnt wurde, so müssen die Salzburger weiter auf den ersten vollen Auswärtserfolg seit fünf Spielen warten.

Die nächste Chance auf einen solchen Sieg ergibt sich in zwei Tagen in Wien, wo allerdings bissige Vienna Capitals nach der heutigen Niederlage in Villach auf die Red Bulls warten werden.

Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung

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