Red Bulls entschieden Spitzenduell gegen KAC hauchdünn für sich

16. Oktober 2011 22:45 0 Kommentare

Das heutige Topspiel der Erste Bank Eishockey Liga zwischen dem EC Red Bull Salzburg und dem Klagenfurter AC wurde mit Spannung erwartet, die Salzburger wollten sich für die unangenehme Auftaktniederlage in Klagenfurt revanchieren und zuhause weiterhin ohne Punktverlust bleiben.

Ganz besonders auf diese Partie gefreut hatten sich Marco Brucker und Ryan Kavanagh, die nach wochenlanger Verletzungspause ihr Comeback gaben und dabei erstmals vor heimischem Publikum spielten. Weiterhin nur Zuschauer bei den Red Bulls waren die Verletzten Steve Regier, Johannes Bischofberger und Daniel Welser sowie der Gesperrte Erik Reitz (Eishockey-24.de berichtete).

In einer fast ausverkauften Salzburger Eisarena legten beide Teams ohne großes Abtasten los. Den Fachterminus – Forechecking – musste man eigentlich nicht mehr verwenden, beide Teams attackierten im Prinzip auf jedem Zentimeter der Eisfläche. Nach ein, zwei starken Momenten von Salzburgs Goalie Josh Tordjman netzten die Red Bulls in der fünften Minute das erste Mal ein. Jeremy Williams wurde dicht vor dem Tor optimal von Daniel Erlich bedient und schon trocken ein. Das Spiel wogte weiter hin und her, bis Doug Lynch in der elften Minuten aus Halbdistanz von links einen Kracher aufs Tor raus lies und über die Schulter von Klagenfurts Torhüter René Swette voll ins Schwarze traf. Zwei Minuten später brachten die Hausherren die Gäste im Verteidigungsdrittel unnötig in Vorteil, und der Tabellenführer nahm die Einladung dankend an. Drei Minuten vor der Pause nahm der Druck der Red Bulls aber wieder zu, und Ryan Kavanagh stellte bei seinem Comeback und ersten Auftritt überhaupt in der Erste Bank Eishockey Liga mit einem schönen Blueliner den verdienten 3:1-Zwischenstand her.

Der KAC kam im zweiten Abschnitt dann besser aus der Kabine und erzeugte anfangs viel Verkehr vorm Salzburger Tor.  Die Red Bulls hatten lange zu tun, sich die Kärntner vom Leib zu halten und brauchten etwa bis zur 28. Minute, bis sich die Partie wieder ausglich. Bis dahin entschärfte ein gut aufgelegter Josh Tordjman einige gute Möglichkeiten der Gäste einmal auch in Unterzahl, am Ende des Drittels machte es ihm sein Gegenüber im KAC-Gehäuse aber gleich und verhinderte Schlimmeres. Nach weiteren 20 Minuten blieb der Spielstand unverändert, spannend blieb es aber auch Tore.

Im Schlussdrittel wurden die Hausherren in der 46. Minute für einen Abwehrfehler mit dem Anschlusstreffer in Unterzahl bestraft, nachdem Josh Tordjman davor noch Sieger im 1:1-Duell mit Markus Pirmann blieb. Danach erarbeiteten sich zunächst die Red Bulls einige Chancen, ehe der KAC noch einmal richtig stark aufkam. Auf der Jagd nach dem Ausgleich setzten sie die Salzburger enorm unter Druck, trafen auch einmal nur die Stange, über das 3:3 hätte sich in dieser Phase kein Salzburger beschweren dürfen. Doch dann kam Manuel Latusa drei Minuten vor dem Ende und fixierte nach einem klasse Solo mit anschließendem Bauerntrick den 4:2-Endstand. Die Revanche ist somit gelungen, allerdings hat der KAC heute wieder gezeigt, warum er auch auswärts zurzeit das Maß der Dinge in der Erste Bank Eishockey Liga ist.

Manuel Latusa, der für sein wunderschönes Tor vom Publikum auch zum Spieler des Abends gewählt wurde, gab sich bescheiden: “Natürlich freut man sich über so einen Treffer, aber entscheidend ist am Ende der Erfolg der Mannschaft. Und da hat es heute gepasst, auch wenn es im Schlussdrittel noch mal eng wurde. Der Anfang war aber so, wie wir uns das vorgestellt hatten; mit viel Druck nach vorn, dazu haben wir die nötigen Tore erzielt. Aber schon im zweiten Durchlauf haben wir etwas nachgelassen, das gilt es abzustellen.” Dennoch sind die Red Bulls im Moment eine der wenigen Mannschaften, die dem KAC zwei Punkte abgeluchst haben, und das insgesamt faire Spiel in der Salzburger Eisarena war auch unter Mithilfe des tollen Publikums wieder einmal Werbung für Eishockey in Österreich.

Nach dem heutigen Bundesliga-Spitzenspiel vor heimischem Publikum geht es für die Red Bulls in der nächsten Woche wieder in die Ferne. Am Freitag steht die längste Reise innerhalb der Erste Bank Eishockey Liga nach Székesfehérvár, am Sonntag danach das erste Saison-Aufeinandertreffen mit den Vienna Capitals in Wien auf dem Plan.

Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung

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