Linz: Die Heimweste bleibt weiß!

2. Oktober 2011 22:53 0 Kommentare

Die EHC LIWEST Black Wings Linz haben auch das zweite Spitzenspiel an diesem Wochenende für sich entschieden und Meister Red Bull Salzburg mit 6:4 bezwungen. Nach unglaublichem Start und einem zwischenzeitlichen Durchhänger hatten die Linzer in den letzten Minuten doch noch den längeren Atem. Damit bleiben die Stahlstädter zu Hause weiterhin ungeschlagen!

Das zweite Spitzenspiel an diesem Wochenende für die LIWEST Black Wings, die gegen Meister Salzburg erneut mit der selben Aufstellung antraten, wie schon in den letzten beiden Partien. Von Beginn weg konnten die Linzer auch gegen den Titelverteidiger Druck erzeugen und sich erste Chancen erspielen. Die deutlicheren Möglichkeiten hatten anfangs aber trotzdem die Bullen, die in der 6. Minute zu einem Stangenschuss kamen. In einem ersten Power Play der Gäste mussten die Stahlstädter dann gehörig kämpfen, kamen danach aber so richtig in Fahrt.

Die Offensivmaschinerie begann zu laufen und produzierte Angriff um Angriff. Salzburg hatte den LIWEST Black Wings in dieser Phase nichts entgegen zu setzen und musste die Übermacht der Hausherren hinnehmen. Danny Irmen schoss seine Mannschaft in der 9. Minute verdient in Führung und nicht einmal eine Minute später überrumpelte Brian Lebler den gegnerischen Goalie mit einem Backhander. Zwei Minuten später durften die Fans in der Keine Sorgen EisArena dann schon wieder jubeln. Danny Irmen schoss zur 3:0 Führung ein.

Die Salzburger reagierten und holten ihren Torhüter vom Eis, ein Zeichen ihres Trainers, das offenbar ankam. Die Black Wings wirkten nun nicht mehr so aggressiv und leisteten sich einige Fehlpässe im Spielaufbau. Die Strafe folgte am Fuß, denn die Mozartstädter kamen bis auf 2:3 heran. Nicht nur das, denn direkt nach dem Anschlusstreffer der Salzburger musste Adrian Veideman auch noch auf die Strafbank. In Unterzahl kehrten die LIWEST Black Wings aber wieder zu ihrer Zweikampfstärke zurück und erarbeiteten sich sogar Chancen. In der 18. Minute liefen dann Irmen und Kapitän Philipp Lukas im 2 gegen 1 Unterzahlbreak auf das Salzburger Tor. Wunderschön spielten diese beiden Stürmer dann die Defensive des Meisters aus und Philipp Lukas traf zum 4:2. Das war auch der Stand nach einem höchst unterhaltsamen und offensiv geführten Eröffnungsdrittel.

Nach so viel Spektakel wurde es im Mittelabschnitt etwas ruhiger. Zwar blieben die Hausherren am Drücker, doch nach und nach schien die Luft im Angriffsspiel etwas raus zu sein. Vom Meister war offensiv über weite Strecken wenig zu sehen, wenn die Salzburger aber vor Alex Westlund auftauchten, dann meist brandgefährlich. Trotzdem war der Trainer der Mozartstädter nicht zufrieden und holte seine Mannen für ein Time Out zu sich. Das zerstörte den Rhythmus der Black Wings scheinbar endgültig, denn es folgte eine Phase, in der man zu weit weg vom Mann stand und dafür auch bestraft wurde. In der 29. Minute nützten die Bullen einen schnellen Gegenstoß, um zum Anschlusstreffer zu kommen.

Das Match war damit wieder völlig offen, vor allem auch, weil die Stahlstädter in weiterer Folge eine zweiminütige Überzahlsituation trotz einiger guter Chancen nicht nützen konnten. Es blieb nach 40 Minuten bei der knappen 4:3 Führung für die Daum-Schützlinge, die sich im letzten Drittel aber trotzdem noch einmal steigern mussten, um gegen den Titelverteidiger die möglichen Punkte mitzunehmen. Doch das klappte zu Beginn überhaupt nicht, denn die Salzburger blieben am Drücker, während die Black Wings etwas „eingeschlafen“ wirkten. In der 50. Minute gelang den Gästen schließlich der sich abzeichnende Ausgleich und das Spiel begann 10 Minuten vor Schluss wieder von vorne.

Nach einem Ellbogencheck an Spannring standen die LIWEST Black Wings kurze Zeit später für fünf Minuten mit einem Mann mehr am Eis und hatten die große Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen. Nachdem man sich für zwei Minuten durch eine weitere Strafe selbst geschwächt hatte, war es Rob Hisey, der die Riesenchance auf das fünfte Tor vergab und knapp über die Querlatte hob. Die lange Überzahl blieb zwar ungenützt, unmittelbar danach durften die Linzer aber trotzdem jubeln. Hisey spielte auf, Martin Mairitsch stand am kurzen Eck genau richtig und zog sofort ab – 5:4!

Drei Minuten vor Schluss erhöhte das den Druck auf den Meister und die Salzburger mussten reagieren. Schon 90 Sekunden vor dem Ende holten die Bullen ihren Torhüter vom Eis – und wurden sofort bestraft. Pat Leahy erkämpfte im Angriffsdrittel die Scheibe, Mike Ouellette zog sofort aus der Drehung ab und erzielte mit seinem 8. Saisontreffer das 6:4. Das war auch der Endstand in einer spannenden Partie und das Vierpunktewochenende damit perfekt.

Die LIWEST Black Wings konnten somit auch das zweite Match an diesem Wochenende für sich entscheiden und nach dem Tabellenführer auch den Meister bezwingen. Der Lohn dafür ist ein trainingsfreier Tag morgen. Danach wird sich Rob Daum mit seiner Mannschaft auf das kommende Wochenende vorbereiten. Dieses führt die Stahlstädter gleich zwei Mal in die Fremde – am Freitag nach Villach, am Sonntag zumHK Acroni Jesenice.

EHC LIWEST Black Wings Linz – Red Bull Salzburg 6:4 (4:2, 0:1, 2:1)

Tore: 1:0 Irmen (9.), 2:0 B. Lebler (10.), 3:0 Irmen (12.), 3:1 Aubin (14.), 3:2 Williams (17.), 4:2 P. Lukas (18./SH), 4:3 Aubin (29.), 4:4 Carrier (50.), 5:4 Mairitsch (57.), 6:4 Ouellette (59.)

Quelle: EHC LIWEST Black Wings Linz – Pressemeldung

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