Red Bulls sind gegen starke Linzer zu spät aufgewacht

2. Oktober 2011 22:33 0 Kommentare

Der EHC LIWEST Black Wings Linz ist zurzeit die Mannschaft der Stunde und hatte nicht erst mit dem Heimsieg gegen den KAC am vergangenen Freitag ihre momentane Stärke unter Beweis gestellt. Die sollte auch der EC Red Bull Salzburg, heute u.a. mit Robbie Earl und Thomas Raffl in der Verteidigung, im Spiel der Erste Bank Eishockey Liga in Linz zu spüren bekommen. In Abwesenheit von fünf Stammspielern plus Erik Reitz, der nach der Matchstrafe aus dem letzten Spiel gegen Graz (am Montag will der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga sein Urteil bekanntgeben) heute nicht spielen durfte, kamen die Salzburger nach gutem Beginn zur Mitte des ersten Drittels schwer unter die Räder.

Innerhalb von vier Minuten netzten die schnell und offensiv spielenden Hausherren gleich dreimal ein! Besonders bitter war das für Salzburgs Goalie Thomas Höneckl, der von Beginn an spielen durfte, aber bereits nach 12 Minuten Josh Tordjman Platz machen musste. Aber die Red Bulls bäumten sich nach diesem vorübergehenden Rückschlag sofort auf und schafften bis zur 17. Minute nach Toren von Brent Aubin und Jeremy Williams den Anschluss. Doch kurz vor der ersten Pause ließen die Red Bulls mehrere Konter zu und mussten bei einem dieser schnellen Linzer Gegenangriffe den vierten Treffer hinnehmen. Im zweiten Abschnitt wurden die Red Bulls stärker und stellten sich besser auf den Gegner ein. Die Partie blieb schnell und rassig, aber die Chancenverteilung war jetzt viel ausgeglichener. In der 29. Minute traf Brent Aubin zum zweiten Mal in diesem Spiel nach schönem Pass von Jeremy Williams zum neuerlichen 3:4-Anschluss, auch danach hatten die Red Bulls noch weitere hochkarätige Möglichkeiten. Die hatten auch die Linzer, konnten aber u.a. ein zweiminütiges 5:3-Powerplay nicht nutzen.

Im Schlussdrittel waren die Salzburger schon drauf und dran, die Partie tatsächlich noch zu drehen, als der junge Kanadier Alexandre Carrier mit seinem ersten Liga-Tor zum 4:4-Ausgleich einnetzte. Doch kurz darauf musste Daniel Bois wie schon am Freitag in Graz mit 5min+Spieldauerstrafe vorzeitig vom Eis – er muss damit im nächsten Spiel aussetzen – und brachte seinem Team eine fünfminütige Unterzahlsituation. Die Red Bulls meisterten auch aufgrund einiger toller Saves von Josh Tordjman diese fünf Minuten, bekamen aber kurz danach etwas unglücklich den fünften Gegentreffer. Die Linzer stellten schließlich mit einem Empty-Net-Goal den 6:4-Endstand her und gewannen damit nicht unverdient auch die zweite Spitzenpartie an diesem Wochenende. D

ie Red Bulls wurden am Ende Opfer ihres verschlafenen Beginns, haben ab dem zweiten Drittel aber auf Augenhöhe mit den starken Oberösterreichern gespielt. Manuel Latusa meinte nur: “Wir machen noch zu viele dumme Fehler, das ist nicht akzeptabel.”

EHC LIWEST Black Wings Linz – EC Red Bull Salzburg 6:4 (4:2, 0:1, 2:1)

Tore: Irmen (9., 12.), Mayr (10.), P. Lukas (19./SH), Mairitsch (57.), Ouellette (59./EN) resp. Aubin (14., 29.), Williams (17.), Carrier (50.)

Am nächsten Wochenende geht es für die Red Bulls in der Erste Bank Eishockey Liga international weiter. Am Freitag ist KHL Medvescak Zagreb zu Gast in der Salzburger Eisarena, am Sonntag kommt es in Znojmo zum ersten Vergleich mit dem tschechischen Liganeuling.

Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung

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