EBEL: Ausgleich! Wings holen Heimrecht zurück

22. Februar 2012 11:00 0 Kommentare

Die LIWEST Black Wings sind in den Play Offs angekommen! Die Linzer mussten zwar auch in Wien zwei Mal einen Rückstand ausgleichen, kamen dann aber in der Verlängerung zum 3:2 Sieg und eroberten damit den Heimvorteil wieder zurück. Nach dem Thriller von Kagran geht es nun beim Heimspiel am Donnerstag (Eishockey-24.de berichtete) darum, nach der Serienführung zu greifen.

Auch wenn die LIWEST Black Wings am Sonntag als Verlierer vom Eis gegangen waren, Trainer Rob Daum vertraute auf exakt jenes Team, das er auch schon in Spiel 1 ins Play Off Getümmel geschickt hatte. In einer erneut von Beginn an emotionalen Partie änderte sich aber auch sonst nichts gegenüber dem ersten Duell mit den Capitals: schon in der vierten Minute gerieten die Linzer mit 0:1 in Rückstand und mussten damit wie schon fast das gesamte erste Match reagieren.

Das taten die Stahlstädter auch und erarbeiteten sich in einer relativ ausgeglichenen Partie selbst die ersten Chancen. Die beste hatte Marcel Wolf, der einen Fehler des Wiener Schlussmanns nicht ausnützen konnte. Wenig später durften die LIWEST Black Wings dann aber doch jubeln. Rob Hisey bekam im Power Play die Scheibe und wollte quer passen, sein Versuch kam zwar nicht an, wurde aber von einem Wiener Verteidiger unhaltbar abgefälscht und landete zum 1:1 Ausgleich im Netz.

Doch anstatt sich an diesem Treffer aufzurichten verbrachten die Linzer die nächsten Minuten fast permanent in Unterzahl und gerieten so wieder unter Druck. Mit gutem Penalty Killing verteidigten die Gäste aber das Remis und gingen mit diesem 1:1 in die erste Pause. Aus dieser kommend schienen sich die Oberösterreicher ganz langsam leichte Vorteile zu erspielen, ehe die Vienna Capitals einen gewaltigen Warnschuss abgaben. Nach einem schlimmen Fehlpass rettete nur noch die Querlatte für den bereits geschlagenen Alex Westlund.

Das Glück war in dieser Phase auf Seiten der LIWEST Black Wings, die allerdings ihrerseits die Riesenchance auf die Führung hatten – und vergaben! Pat Leahy lief in der 32. Minute direkt von der Strafbank kommend alleine auf das Wiener Tor zu, konnte die Scheibe aber nicht im Netz zappeln lassen. Es sollte nicht die letzte Penalty-ähnliche Situation bleiben, denn wenig später war auch Mike Ouellette auf und davon, doch auch er fand keinen Weg vorbei am Capitals Schlussmann. Zu sorglos gingen die Linzer nun mit ihren Möglichkeiten um, verpassten es damit, erstmals in dieser Serie in Führung zu gehen.

Es ging mit dem Unentschieden in die letzten 20 Minuten und wie schon in Spiel 1 zeichnete sich ein Thriller ab. Der Schlussabschnitt begann für Rob Daum und sein Team denkbar schlecht, denn Danny Irmen musste verletzt in die Kabine. Und als ob das nicht schon Schock genug gewesen wäre, folgte unmittelbar danach auch noch das zweite Gegentor. Dieses hatte nach Videostudium durch die Referees Bestand und es hieß 2:1 für die Hausherren. Jetzt waren die LIWEST Black Wings gefragt, doch die Stahlstädter konnten einfach ihre Chancen nicht nützen.

Das änderte sich etwas mehr als sechs Minuten vor dem Ende, als Mike Ouellette die Scheibe an der Bande erkämpfte und quer auf Gregor Baumgartner passte. Dieser erwies sich einmal mehr als „Capitals-Spezialist“ und traf auch im 6. Spiel dieser Saison gegen die Hauptstädter. Sein Schuss ging genau ins linke Kreuzeck und es hieß 2:2. Dieses Unentschieden stand auch nach 60 Minuten auf den Anzeigetafeln in Wien Kagran und es ging im zweiten Viertelfinale zum zweiten Mal in die Verlängerung.

In dieser mussten die Linzer die ersten beiden Minuten mit einem Mann weniger auskommen, da Justin Keller kurz vor der Sirene noch eine Strafe kassierte. Eine unglaublich schwere Phase für die Daum-Schützlinge, denn eine 4 gegen 3 Überzahl ist im Eishockey ein nicht unerheblicher Vorteil. Aber die Stahlstädter überstanden auch diese Phase unbeschadet, schöpften daraus Kraft und kamen zum Sieg! Es war die dritte Linie der LIWEST Black Wings, die in der 64. Minute in die Zauberkiste griff und nach schöner Vorarbeit von Daniel Oberkofler zog Martin Grabher-Meier sofort ab. Sein Schuss zappelte im Netz, was den Druck von den Schultern der Oberösterreicher fallen ließ. Mit unglaublichem Jubel wurde der Sieg gefeiert!

Dieses Erfolgserlebnis muss man nun mitnehmen und am Donnerstag in Spiel 3 dort fortsetzen, wo man aufgehört hat. Dann steigt in der Keine Sorgen EisArena das nächste Duell des Thrillers gegen die Capitals.

Quelle: EHC LIWEST Black Wings Linz – Pressemeldung

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