EBEL: Red Bull Salzburg durchlebt die Hölle

30. Januar 2012 17:38 0 Kommentare

Nach fünf Niederlagen in Serie und viel zu vielen Gegentoren ist der EC Red Bull Salzburg hart auf dem Boden der Realität, nämlich dem der Erste Bank Eishockey Liga, gelandet. Nach European Trophy, Liga-Grunddurchgang, Red Bulls Salute, wieder Liga- Grunddurchgang und nun Zwischenrunde scheint beim amtierenden Meister – vor übergehend – die Batterie leer zu sein, denn das Eishockey spielen können sie in den letzten Wochen ja nicht verlernt haben. Dennoch ist die Lage ernster denn je, denn man muss wirklich weit zurückschauen, um auf eine vergleichbare “Unserie” zu stoßen; noch schlechter erging es den Red Bulls bislang nur in ihrer Premierensaison in der Erste Bank Eishockey Liga 2004/2005, als sie gleich zu Beginn des Grunddurchgangs siebenmal infolge unterlagen.

So weit soll es klarerweise aber nicht noch einmal kommen. Für Salzburgs Head Coach Pierre Pagé kam diese Situation, die sich in einer langen Saison mit mehreren Höhepunkten durchaus einstellen kann, nicht ganz unerwartet, in der aktuellen Ausprägung allerdings schon: “Im Moment ist es für uns die pure Hölle! Die Führungsspieler, die Charaktertypen sind gefragt, aufzustehen, der Mannschaft einen Weg aufzuzeigen und zu sagen: Folgt mir! Es ist eine sehr schwierige Situation, in der wir uns gerade befinden. Aber es ist zugleich eine gute Möglichkeit, eine Chance zu zeigen, wer wir sind und wie wir uns da auch in Hinblick auf die Playoffs wieder rausziehen.”

Stürmer Thomas Raffl war gestern wie auch der Rest des Teams mehr als enttäuscht, v.a. auch über die Art und Weise, wie verloren wurde: “Man kann nicht sagen, das Ljubljana gestern überragend gespielt hätte, es war einmal mehr unsere eigene Schuld, wie das Spiel ausgegangen ist. Wir müssen im Training und im Spiel konsequenter arbeiten, brauchen vier starke Linien. Es ist allerhöchste Zeit, ein Signal zu setzen.” Wie Pierre Pagé hofft auch der 25-jährige Villacher morgen beim Heimspiel gegen KHL Medvescak Zagreb wieder auf einen Vorstoß der Arrivierten: “Wir haben einige Spieler in unseren Reihen, die wissen, wie man Meisterschaften gewinnt. Die müssen vorangehen.“ Dass die Kroaten morgen nicht nach Salzburg kommen, um Geschenke zu verteilen, liegt natürlich auch auf der Hand. Die Truppe um den Ex-Salzburger Frank Banham hat erst gestern mit einem 3:0-Auswärtssieg in Ungarn wieder ihre Stärke demonstriert und ist auch in Salzburg auf Punkte aus. In der Salzburger Eisarena konnten sie in den bisherigen zwei Spielen allerdings noch nicht punkten! Auch ein starker Rückhalt wie der kanadische Torhüter Marty Turco – sein Einsatz morgen ist aufgrund laufender Anmeldeverfahren nach wie vor in der Schwebe – kann die Wende nicht allein herbeiführen, dazu braucht es die ganze Mannschaft. Die muss morgen allerdings weiterhin auf die Rekonvaleszenten Rob Davison (Adduktoren), Jeremy Williams, Danny Bois (beide Gehirnerschütterung) und Alexander Pallestrang (Knie) verzichten. Auch Steven Regier (Adduktoren) ist fraglich. Goalie Josh Tordjman ist wieder fit und könnte nach drei verpassten Spielen seine Chance im Tor bekommen.

Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung

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