EBEL: Gelingt den Red Bulls ausgerechnet gegen Linz die Wende?

26. Januar 2012 22:00 0 Kommentare

Sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer EHC LIWEST Black Wings Linz, mit Platz 5 nur Vorletzter der Tabelle der Platzierungsrunde – die letzten drei Spiele haben nicht nur die zwischenzeitliche Platzierung des EC Red Bull Salzburg in der Erste Bank Eishockey Liga gehörig durcheinander gebracht. Drei Niederlagen mit einem Torverhältnis von 8:19 haben mehr als nur zum Nachdenken angeregt, und nicht zuletzt die enttäuschende Performance beim jüngsten Heimspiel gegen SAPA Fehérvár AV19 dürfte wirklich allen die Augen geöffnet haben: hier muss etwas passieren.

Routinier Daniel Welser mit einer ehrlichen Momentaufnahme: “Dass man im Laufe einer Saison auch Tiefpunkte erreicht, gehört zum Profisport dazu. Aber rausziehen können wir uns aus dem Schlamassel nur selber. Wenn wir so weitermachen wie zuletzt, werden wir nicht mehr lange im Bewerb sein. Das “Zusammenrücken” darf kein Schlagwort bleiben, jetzt muss jeder jeden unterstützen. Auf dem Eis müssen wir wieder zusammenspielen, jeder muss die Wechsel einhalten, es ist ein Teamsport. Und auch, wenn es jetzt nicht gleich auf Knopfdruck funktioniert, müssen wir uns da durchbeißen.” Und wie haben sich die jüngsten Niederlagen auf die Psyche ausgewirkt? “Natürlich sind die nächsten Spiele auch Kopfsache, das Selbstvertrauen ist angekratzt. Wir brauchen wieder ein Erfolgserlebnis, das müssen wir uns aber hart erarbeiten.”

Ob Linz als nach wir vor tonangebende Mannschaft in der Liga der richtige “Aufbaugegner” ist, könnte allerdings einige Zweifel aufwerfen. In der laufenden Saison haben die Red Bulls alle vier Vergleiche mit den Oberösterreichern verloren, und die haben in der Zwischenrunde mit zwei Siegen ihre starke Performance nahtlos fortgesetzt. Daniel Welser stört sich aber weniger daran, dass ausgerechnet der Tabellenführer der Gegner sein soll, gegen den die Red Bulls aus dem Tief herauskommen wollen: “Vielleicht ist Linz sogar genau der richtige Gegner. Wir haben gegen sie heuer alles verloren, da muss sich also jeder besonders zusammenreißen. Wir dürfen jetzt ohnehin nicht über einen Sieg nachdenken, sondern müssen bei den Kleinigkeiten anfangen, müssen Fehler abbauen. Dann finden wir auch zu unserem Spiel zurück. Und wenn es morgen in Linz noch nicht klappt, müssen wir weitermachen und danach einen neuen Anlauf nehmen.”

Auch Head Coach Pierre Pagé hat natürlich nichts ausgelassen, seine Jungs mental, physisch und taktisch auf die nächste Runde einzustellen, hat damit im Prinzip schon zehn Minuten nach Ende des letzten Heimspiels begonnen, als er der Mannschaft per Videoanalyse sofort ihre Fehler aufgezeigt hat. Morgen in Linz sind die Red Bulls erfreulicherweise wieder um einen Verteidiger reicher, denn Markus Schlacher gibt nach drei Wochen Verletzungspause sein Comeback. Weiterhin nicht dabei sind Rob Davison (Adduktoren), Jeremy Williams (Gehirnerschütterung) und Alexander Pallestrang (Knieprellung) und Josh Tordjman (Zahnoperation).

Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung

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