EBEL: Red Bulls wollen von krise Nichts wissen
Nein, in einer Krise stecken die Red Bulls nicht. Erst am Freitag haben die Salzburger den Grunddurchgang der Erste Bank Eishockey Liga auf Platz 3 beendet, sind nach Tabellenführer EHC LIWEST Black Wings Linz mit gleich viel Siegen und Niederlagen das beste Heimteam der Liga. Eine Krise sieht anders aus! Dennoch fühlte sich Verteidiger Daniel Welser nach dem letzten Wochenende mit Niederlagen in Zagreb und Klagenfurt zu dieser Aussage veranlasst, niemand im Lager des amtierenden Meisters will sich nur auf eine gute Heimperformance verlassen.
Und er wurde noch deutlicher: “Es reicht nicht, zehn Minuten gut zu spielen und die restlichen 50 Minuten mehr oder weniger zu verschlafen. Und wir brauchen die Leute, die die sogenannte Drecksarbeit machen, die vorm eigenen Tor nach den Schüssen des Gegners die Rebounds nehmen. Wir sind zu weit vom Gegner weg, wir denken zu wenig defensiv, das darf einfach nicht sein.”
Salzburgs Head Coach ortete zudem “zu viele individuelle Fehler. Wir sind nicht als Mannschaft aufgetreten, jeder hat nur für sich gespielt. Die Frage ist, warum das so ist, denn die Vorbereitung war gut, die Rahmenbedingungen auf den letzten beiden Auswärtsfahrten haben gepasst. Wir müssen jetzt schnell wieder zu einer Einheit zusammenwachsen, von den beiden Goalies angefangen bis hin zum vierten Block.” Dementsprechend intensiv fiel auch heute Vormittag die Trainingseinheit aus, es ist keine Zeit mehr zu verlieren, schließlich wollen die Red Bulls auch die Platzierungsrunde möglichst weit oben in der Tabelle beenden, um im Play-off so lange wie möglich den Heimvorteil zu haben.
Morgen, Dienstag, wollen die Salzburger beweisen, dass sie auch anders können. Statistisch gesehen kommen die Ungarn genau zur rechten Zeit, denn heuer haben die Red Bulls das Duell im Grunddurchgang im Gegensatz zu früheren Spielzeiten gegen SAPA Fehérvár AV19 mit 3:1 Siegen für sich entschieden. Aber die Ungarn sind nach dem Aussetzer im Vorjahr mit ihrer jetzigen fixen Play-off-Teilnahme schwer motiviert
und haben in der Liga immer wieder überrascht. Ihre letzte “Tat” war der sonntägliche Heimsieg gegen Olimpija Ljubljana, und die Ungarn haben damit nach dem Auftaktspiel zur Platzierungsrunde auch den vierten Tabellenplatz vor den punktegleichen Red Bulls eingenommen.
Enger zusammenzurücken und noch mehr für den anderen zu kämpfen wird auch hinsichtliches wieder schmaler gewordenen Kaders notwendig werden. Verteidiger Rob Davison (Adduktoren) braucht doch länger als zuerst gedacht, und nun fallen auch noch Alexander Pallestrang, der sich in Zagreb am Knie verletzt hat und heute einer eingehenden Untersuchung unterzieht, und Jeremy Williams, der nach dem Zusammenprall mit einem Kärntner Spieler mit Gehirnerschütterung vom Eis getragen wurde, aus. Wie lange der Kanadier ausfällt, ist noch unklar. Besser schaut die Situation dafür bei Markus Schlacher aus, der 24-jährige Verteidiger könnte schon morgen, wahrscheinlicher aber am Freitag sein Comeback geben.
Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung
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