EBEL: Red Bulls gingen gegen Graz 99ers nach einer Achterbahnfahrt noch als klarer Sieger vom Eis
Im letzten Heimspiel des Grunddurchgangs der Erste Bank Eishockey Liga gegen die Moser Medical Graz 99ers wollte der EC Red Bull Salzburg noch einmal richtig aufdrehen und die heimischen Fans auf die Zwischenrunde einstimmen. Das gelang im ersten torlosen Abschnitt aber noch nicht so richtig, beide Teams brauchten lange, um auf Touren zu kommen.
Die Red Bulls spielten ohne die Verletzten Rob Davison und Markus Schlacher, dafür kam der 17-jährige Österreicher Smail Samardzic zu seinem zweiten Bundesligaeinsatz in dieser Saison und warf sich auch gleich mutig ins Getümmel. Richtig zwingende Chancen erspielten sich die Red Bulls aber erst gegen Ende des Drittels, als sie u.a. zweimal die Stange trafen. Die beste Möglichkeit gegen bis dahin noch harmlose Grazer hatte Thomas Raffl kurz vor der Pause nach einem Solo, konnte den guten Gästegoalie Fabian Weinhandel aber nicht austricksen.
Im zweiten Abschnitt hatten die Hausherren lange Zeit alles im Griff. ´ frühem Führungstreffer bei 5:3-Überzahl ließ Doug Lynch in der 26. Minute den zweiten Treffer folgen, ebenfalls im Powerplay erzielt. Davor verpasste Smail Samardzic die Chance nach einem Solo, sich sein persönliches Erfolgserlebnis zu schaffen. Danach diktierten die Salzburger das Spiel, hatten noch weitere Möglichkeiten. In der 36. Minute aber vertändelte ein Salzburger Verteidiger die Scheibe an der blauen Linie der Gäste, Guillaume Lefebvre nahm sich die Scheibe und verkürzte nach langem Solo gekonnt auf 2:1. Plötzlich waren die Grazer wieder da und stellten in der 38. Minute im Powerplay sogar wieder den Ausgleich her, nachdem Torhüter Thomas Höneckl bis dahin schon einige gute Schüsse entschärft hatte. Der schöne Vorsprung der Salzburger war wieder dahin, die Gäste hatten clever ihre wenigen Chancen genutzt.
Doch wer jetzt dachte, dass sich die Red Bulls aufgrund dieses Rückschlags nun zu einem knappen Heimsieg mühen würden, wurde eines besseren belehrt. Nach einem ersten Unterzahlspiel drehten sie auf und trafen innerhalb von weniger als drei Minuten gleich dreimal, Doug Lynch machte dabei einen Doppelpack perfekt. Das war eine recht plötzliche Vorentscheidung, doch die Grazer zogen sich darauf hin nicht zurück, sondern wurden immer gefährlicher. Prompt verkürzten sie in der 53. Minute auf 3:5 aus ihrer Sicht. Aber Brent Aubin stellte wenig später den alten Vorsprung wieder her, Robbie Earl hatte später in Unterzahl nach Solo noch das 7:3 auf dem Schläger. Letztlich blieb es beim insgesamt verdienten Salzburger 6:3-Heimsieg, an dem auch Goalie Thomas Höneckl seinen Anteil hatte, denn allein die letzten sechs Minuten des Spiels hatten die Red Bulls einen Mann, am Ende sogar zwei Mann weniger auf dem Eis.
Der klare Appell daher von Salzburgs Head Coach Pierre Pagé nach dem Spiel an seine Mannschaft: “Die Disziplin war schon zuletzt in Wien und Linz schlecht. Auch heute sind wir im Schlussdrittel wieder “rückfällig” geworden. Wir müssen jetzt schnell einen Weg finden, wie wir das abstellen können.”
Ein letztes Spiel steht nun noch aus im Grunddurchgang der Erste Bank Eishockey Liga 2011/2012. Am kommenden Freitag reisen die Red Bulls nach Zagreb und wollen dort im direkten Duell um den zweiten Tabellenplatz eben jenen noch erkämpfen. Keinen Einfluss hingegen hat diese Platzierung auf die Terminierung der Spiele in der Zwischenrunde, die Red Bulls werden nach der heutigen Runde – der Klagenfurter AC hat heute nach Niederlage im Penaltyschießen gegen Villach einen Punkt geholt und kann nicht mehr von SAPA Fehérvár AV19 eingeholt werden – am Sonntag in Klagenfurt beginnen.
Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung
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