EBEL: Red Bulls wollen Auswärtsperformance in Wien deutlich steigern
“Wenig eigene Chancen, viel Unterzahl gespielt, zwei Tore kassiert, das war nicht so optimal”, so beschrieb Salzburgs Manuel Latusa das zweite Drittel des letzten Auswärtsspiels gegen Villach, in dem der EC Red Bull Salzburg im Schlussdrittel mit drei Toren immerhin noch den Ausgleich geschafft hatte, um dann in der Verlängerung zu verlieren.
Und genau so – zumindest was das zweite Drittel betrifft – wollen die Red Bulls morgen in Wien beim zweiten Auswärtsspiel der Erste Bank Eishockey Liga in dieser Woche nicht spielen, verspricht der 27-jährige Stürmer: “Es ist wichtig, dass wir auch auswärts langsam zu einer guten Form finden. Die Vienna Capitals werden uns das aber klarerweise nicht einfach machen, denn die stehen mehr oder weniger mit dem Rücken zur Wand, was einen Tabellenplatz unter den ersten sechs Teams vor der Zwischenrunde betrifft, und werden daher mit der Unterstützung einer vielleicht ausverkauften Albert Schultz-Eishalle entsprechend motiviert auftreten.” Und dass die Hauptstädter trotz des enttäuschenden siebenten Tabellenplatzes das Torschießen beileibe nicht verlernt haben, hat ihre (letztlich unbelohnte) Aufholjagd bei der 4:5-Niederlage in Klagenfurt gezeigt, bei der sie schon 0:5 zurückgelegen und die Kärntner im Schlussdrittel mit vier Toren in vier Minuten noch gehörig ins Schwitzen gebracht haben.
Die Auswärtsperformance gehört also deutlich gesteigert, was auch ein Blick auf die Auswärtstabelle bestätigt. In der halten die Red Bulls zwar auf dem nicht so schlechten vierten Platz, sind mit einem Verhältnis von sieben Siegen zu zehn Niederlagen aber nicht besser als etwa die siebentplatzierten Grazer, die ein Verhältnis von 8:10 vorweisen können.
“Auswärts können wir unser Spielsystem noch nicht so gut umsetzen wie daheim. Zudem verschlafen wir oft den Start oder wie zuletzt in Villach gleich mal zwei Drittel, und 20 gute Minuten sind dann einfach zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen”, kritisiert Andreas Kristler. Ein echtes Auswärtsproblem ortet der 21-jährige Stürmer aber nicht: “Wir wollen auch auswärts unser volles Können zeigen, agieren dabei aber oft übermotiviert. Daraus resultieren Strafen, und so kommt eins zum anderen. In Wien haben wir die nächste Chance, das zu verbessern.”
Im Lager der Rekonvaleszenten gibt es leider nur wenig Bewegung. Nach wie vor out wegen Gehirnerschütterung sind Ryan Kavanagh, Markus Pöck, Florian Mühlstein und Johannes Bischofberger, dazu kommt Markus Schlacher (Ellbogen). Robbie Earl ist wieder zurück, dafür ist Jeremy Williams wegen eines Problems mit dem Hüftbeuger fraglich.
In zehn Tagen, am 22. Januar 2012, beginnt die Zwischenrunde der Erste Bank Eishockey Liga, in der die ersten sechs Teams des Grunddurchgangs in der Platzierungsrunde um eine möglichst gute Ausgangsposition für die anschließenden Play-offs spieen. Die letzten fünf Teams des Grunddurchgangs spielen in der Qualifikationsrunde um die zwei verbleibenden Play-off-Plätze. Vor dem Start in die Zwischenrunde werden alle Punkte aus dem Grunddurchgang gestrichen und durch Bonuspunkte ersetzt: Die konkreten Spielpaarungen stehen noch nicht fest, da sich in den letzten Runden des Grunddurchgangs in der Tabelle noch einige Veränderungen ergeben können. Die Red Bulls starten in die Zwischenrunde aber auf jeden Fall am Sonntag, 22. Jan, mit einem Auswärtsspiel und am Dienstag, 24. Jan, mit einem Heimspiel.
Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung
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