EBEL – Vienna Capials: “Verständnis für Unmut der Fans”

9. Januar 2012 17:30 0 Kommentare

„Aufgegeben wird nur ein Brief!“ Eine der berühmtesten Sport-Kampfparolen ist nach der bitteren Heimniederlage gegen Graz auch die Parole der UPC Vienna Capitals. Durch die gleichzeitige Niederlage von Fehervar AV 19 am Sonntag bleibt der Rückstand auf die Ungarn unverändert bei vier Punkten. Damit lebt auch noch die kleine Chance der Caps, im Endspurt doch noch den Sprung über den Strich in die Platzierungsrunde zu schaffen. Wenn dazu auch fremde Hilfe notwendig ist, nach den verbleibenden vier Spielen kann alles doch noch ganz anders aussehen.

„Ich verstehe, dass die Fans gestern enttäuscht waren und uns ausgepfiffen haben“, zeigte Headcoach Tommy Samuelsson Verständnis für die Reaktion der großen Caps-Fangemeinde. „Ich hätte auch so reagiert, wenn mein Lieblingsteam so schlecht spielt. Ich hoffe, dass das nicht noch einmal vorkommt. Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand, aber mit ein wenig Glück und Schützenhilfe der anderen könnten wir sogar noch die Platzierungsrunde schaffen. Wenn uns das nicht gelingt, müssen wir alles daran setzen, Platz sieben zu erreichen und die wichtigen drei Bonuspunkte für die Qualifikationsrunde zu holen. Das wäre zumindest ein kleiner Vorteil gegenüber unseren Gegnern. Aber solange wir noch oben dabei sein können, sollten wir nicht zu viele Worte über die Qualifikationsrunde verlieren.“

Das Sorgenkind von Samuelsson ist weiter die löchrige Abwehr. „Wir stehen viel zu weit weg von unseren Gegnern und spielen nicht aggressiv genug, um sie an Torschüssen zu hindern oder Chancen zu vereiteln. Wir müssen das abstellen, und zwar schnell.“ Viel Zeit bleibt dazu nicht mehr, aber die will Samuelsson nützen und seinen Spielern noch einmal so richtig den Kopf waschen. „Offensichtlich wissen einige immer noch nicht, worum es geht. Sie müssen sich die Seele aus dem Leib kämpfen und dem Gegner richtig weh tun. Nur so werden wir es schaffen. Ich werde nicht müde, ihnen das Tag für Tag zu sagen. Immer und immer wieder. Eishockey ist ein Kampfsport und nicht Eiskunstlauf ohne Körperkontakt.“

Schon gegen den Klagenfurter AC am Dienstag erwartet Samuelsson ein völlig ausgewechseltes Team, aggressiv und offensiv orientiert. Gegen die Kärntner haben die Caps auch noch eine Rechnung offen, die zusätzlich motivieren sollte. Die Heimniederlage im letzten Spiel vor Weihnachten sitzt noch tief. Am Dienstag wollen die Caps Revanche: „Wenn das nicht Motivation genug ist, weiß ich nicht. Dazu noch unsere Situation mit dem Rücken zur Wand. Ich fordere diesen Sieg gegen den KAC. Das habe ich auch den Spielern so gesagt. Alles andere zählt nicht. Also 60 Minuten bedingungsloser Kampf und zwei Punkte.“

Bisherige Ergebnisse

  • 07.10. KAC – UPC Vienna Capitals 4:1 (1:0,2:1,1:0)
  • 04.11. UPC Vienna Capitals – KAC 5:1 (1:1,2:0,2:0)
  • 22.12. UPC Vienna Capitals – KAC 2:4 (0:2,0:1,2:1)

Quelle: Vienna Capitals – Pressemeldung

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