EBEL: Red Bulls wiesen KAC am Ende noch deutlich in die Schranken

9. Januar 2012 11:00 0 Kommentare

In der Salzburger Eisarena war alles angerichtet für das Spitzenspiel der Erste Bank Eishockey Liga zwischen dem EC Red Bull Salzburg und dem Klagenfurter AC. Die Halle war ausverkauft, und die Red Bulls legten auch gleich richtig los. Ohne die Rekonvaleszenten Ryan Kavanagh, Markus Pöck, Florian Mühlstein und Markus Schlacher, dafür wieder mit Verteidiger Rob Davison, setzten die Hausherren von Beginn an die Akzente.

Mit zwei Toren in der achten Minute durch Jeremy Williams, der im Powerplay einen Rebound verwertete, und Steven Regier, der nur zwei Minuten später einen verdeckten Distanzschuss im KAC-Tor unterbrachte, brachten die Salzburger ihr Publikum schnell auf Touren. Das blieb auch bis zum Ende des Startdrittels so, wenn gleich auch der KAC seine Möglichkeiten vorfand und für eine abwechslungsreiche Partie sorgte. Salzburgs Goalie Thomas Höneckl entschärfte aber gleich zu Beginn einige starke Schüsse des KAC, fand richtig gut hinein in die Partie und sicherte das 2:0 zur ersten Pause.

Im zweiten Abschnitt kam der KAC stärker aus der Kabine und dämpfte die Euphorie des ersten Drittels. Schon in der 23. Minute fiel der Anschlusstreffer, zehn Minuten später glichen die Kärntner aus. Auch in der 30. Minute war der Puck im Salzburger Tor, doch das wurde kurz vorher von Thomas Höneckl verschoben, der Treffer zählte deswegen nicht, und der Goalie bekam zwei Minuten aufgebrummt. Richtig gefährlich wurden die Red Bulls erst in den letzten Minuten des zweiten Abschnitts, da brannte wieder die Luft vor dem KAC-Tor, und ein möglicher neuer Führungstreffer der Hausherren wurde ein paar Mal nur knapp verhindert. War der starke Klagenfurter Schlussmann Andy Chiodo geschlagen, rutschte noch ein Verteidiger dazwischen. Auch ein zweiminütiges 3:5-Unterzahlspiel wussten die Klagenfurter schadlos zu überstehen.

Im Schlussdrittel dauerte es bis zur 48. Minute, bis die Red Bulls den fast befreienden Treffer zum 3:2 fixieren konnten, Daniel Welser bereitete vor und traf gleich selbst. Danach wurde noch mal der KAC brandgefährlich, aber Goalie Thomas Höneckl behielt auch in Unterzahl die Übersicht. Als Doug Lynch nach Traumpass von Robbie Earl zur 4:2 einnetzte, war das die Vorentscheidung. Steven Regier mit einem Empty-Net-Goal und Manuel Latusa mit einem Powerplaytor machten den Sack schließlich endgültig zu. Davor allerdings gingen vor der KAC-Bank bei mehreren Spielern noch mal die Emotionen hoch – Salzburgs Kapitän Matthias Trattnig sprach von einem §”kleinen Tumult, der einfach zu so einem Spiel dazu gehört” – und daher tat das dem wunderschönen Heimsieg auch keinen Abbruch.

Auch Salzburgs Head Coach Pierre Pagé war heute zufrieden: “Nach dem Ausgleich im zweiten Drittel haben wir bis auf die letzten zwei Minuten Disziplin bewahrt und damit diesen wichtigen Heimsieg fixiert. Das am Ende wollen wir eigentlich nicht, aber heute steht der Sieg im Vordergrund.” Matthias Trattnig lobte zudem eine geschlossene Mannschaftsleistung: “Alle vier Linien haben super gespielt, so können wir unser Spiel aufziehen.” Auch der erst 17-jährige Stephan Fellinger trug sich heute bei seinem Saisondebüt in der Bundesliga mit einem Assist in die Punktewertung ein.

Die Red Bulls bleiben damit punktegleich mit Zagreb (2.) Tabellendritter und haben wie auch Linz und Zagreb einen Platz unter den ersten Sechs nach dem Grunddurchgang fixiert. In der kommenden Woche haben die Salzburger nun jede Menge Gelegenheit, auch die Auswärtsbilanz etwas aufzupolieren – daheim haben sie als momentan beste Heimmannschaft von 19 Spielen 15 gewonnen, denn es geht mit Villach, Wien und Linz gleich dreimal “on the road”. Erst am 17. Januar 2012 steht wieder ein Heimspiel im Programm, das Spiel gegen Graz ist dann auch die letzte Heimpartie vor der Zwischenrunde.

Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung

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