EBEL: Müde Red Bulls unterliegen trotz vieler Chancen auch gegen Villach

23. Dezember 2011 19:30 0 Kommentare

Beim letzten Heimspiel der Erste Bank Eishockey Liga im ausklingenden Jahr waren der EC Red Bull Salzburg und die Gastmannschaft des EC REKORD-Fenster VSV am Anfang sehr auf Sicherheit bedacht. Ab der siebenten, achten Minute erhöhten die Red Bulls, die ohne die Verletzten Daniel Welser, Manuel Latusa und Andreas Kristler spielten, merklich den Druck, Villachs guter Schlussmann Bernhard Starkbaum bekam alle Hände voll zu tun, hielt seinen Kasten aber sauber.

In der 14. Minute erwischten die Villacher in Unterzahl die Scheibe, gingen zu zweit gegen einen Verteidiger aufs Tor und trafen zum 1:0; die Red Bulls untermauerten damit leider ihre Schlussposition in der aktuellen Ligastatistik bei Gegentoren in Unterzahl. Salzburgs Torhüter Thomas Höneckl, der heute den Vorzug vor Josh Tordjman bekam, hatte bis dahin wenig zu tun. In den letzten Minuten des ersten Drittels kamen die Villacher nun öfter vors Salzburger Tor, gemessen an Chancen hätten die Red Bulls aber deutlich führen können. Der zweite Abschnitt war ein Abbild des ersten, nur das die Villacher nach 40 Minuten sogar mit 3:1 führten. Nach dem Powerplaytor der Gäste in der 24. Minute – Torhüter Thomas Höneckl war bei dem Blueliner die Sicht verstellt – drückten die Red Bulls unaufhörlich, der VSV konnte nur bei gelegentlichen Befreiungsschlägen etwas Luft holen. In der 32. Minute wurden die Salzburger endlich belohnt, Kevin Puschnik schlenzte die Scheibe aus spitzem Winkel ins Netz. Doch nur zwei Minuten später legten die Gäste bei einem ihrer spärlichen Angriffe neuerlich vor und trafen zum 3:1-Pausenstand. Während Villach also unglaublich effizient spielte, bissen sich die Red Bulls trotz vieler Chancen an der Villacher Verteidigung mehr oder weniger fest.

Als Markus Peintner in der 46. Minute mit einem Powerplaytor auf das 4:1 stellte, ahnten es bereits die Zuschauer. Die Red Bulls blieben offensiv, hatten weiterhin mehr vom Spiel, aber Tore wollten einfach keine mehr fallen. Pierre Pagé wechselte in der 49. Minute noch den Goalie, wollte ein Zeichen setzen. Und er nahm den Goalie in der 58. Minute auch beim 1:4 vom Eis, wollte signalisieren, da geht noch was. Aber da war die Partie längst gelaufen, und die Red Bulls mussten nur zwei Tage nach der Niederlage gegen Linz auch gegen Villach daheim beide Punkte lassen.

Müde waren die Salzburger allerdings nur im Kopf, wie ein sichtlich enttäuschter Kapitän Matthias Trattnig erklärte: “Nach dem Red Bulls Salute bzw. den Länderspielen in Klagenfurt herrscht eine Art mentales Vakuum in den Köpfen vor. Das hat man heute wieder deutlich gesehen, bei den Aktionen fehlte der letzte Biss, der entscheidende Schritt. Wir haben versucht, unser Spiel aufzuziehen, aber wirklich gute Chancen waren letztlich nicht so viele. Jetzt kommt zum Glück die Weihnachtspause, da werden wir richtig abschalten, und dann greifen wir wieder voll an.”

Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung

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