EBEL: Ernüchterung bei den Red Bulls nach 2:5-Niederlage gegen Linz
Bei der Rückkehr in die Erste Bank Eishockey Liga erlebte der EC Red Bull Salzburg in einer vollen Salzburger Eisarena gegen den EHC LIWEST Black Wings Linz gleich eine Überraschung. In der vierten Minute schnappte sich der Linzer Gregor Baumgartner die Scheibe und netzte nach kurzem Solo trocken ein. Ohne die Verletzten Manuel Latusa, Daniel Welser und Andreas Kristler starteten die Red Bulls sofort die Gegenoffensive und glichen in der siebenten Minute aus, Danny Bois, der Doppeltorschütze vom Finale des Red Bulls Salute am Sonntag in Wien, traf neuerlich.
Aber die Salzburger kamen noch nicht richtig in Schwung, und die Linzer brachten mit ihren schnellen Angriffen die Salzburger Defense ein ums andere mal in Verlegenheit. Nur eine Minute nach dem Ausgleich legten die Gäste wieder vor, und nach einem recht ausgeglichenen Drittel nahmen die Oberösterreicher die 2:1-Führung auch mit in die erste Pause. Auch im zweiten Durchgang zeigten die Oberösterreicher, warum sie der aktuelle Tabellenführer sind. In der 28. Minute netzten sie nach schöner Kombination ein, und Salzburgs Goalie Josh Tordjman musste zum dritten Mal hinter sich greifen. Aber dann schien es den Red Bulls zu reichen, plötzlich wurden sie stärker, diktierten immer mehr das Geschehen auf dem Eis. Der wuchtige Anschlusstreffer von Doug Lynch im Powerplay von der blauen Linie war hoch verdient, kurz danach setzte Brent Aubin noch einen Distanzschuss an die Querstange. In den letzten Minuten des zweiten Drittels lag der Ausgleich in der Luft, aber Linz’ starker Schlussmann Alex Westlund verhinderte Schlimmeres für die Gäste.
Die Red Bulls setzten im Schlussabschnitt da fort, wo sie vor der Pause aufgehört hatten, und kamen auch zu etlichen Chancen. Aber ein Shorthander-Goal von Philipp Lukas in der 52. Minute machte dem anvisierten Ausgleich einen Strich durch die Rechnung. Danach spielten nur noch die Salzburger, während die Linzer sich aufs Kontern verlegten. Ein Empty-Net-Goal besiegelte aber schließlich die 2:5-Niederlage der Red Bulls, die nach dem Geschmack des Salzburger Head Coaches Pierre Pagé zu hoch ausgefallen ist. Der 63-jährige Kanadier versuchte aber nicht, Müdigkeit nach dem Red Bulls Salute als Ursache für die Niederlage vorzugeben: “Wir hatten 53 Chancen, das ist mehr als genug. Aber wir waren mental nicht stark genug, nach dem Turnier gleich so weiterzumachen. Allein zwei Tore nach Break aways zeugen von einer mannschaftlichen Unordnung, auch die Geduld hat heute gefehlt, die Möglichkeiten in Tore umzusetzen.
Danny Bois musste kurz vor Spielende, als sich der Frust kurz entlud, noch mit einer 2min+Spieldauerstrafe wegen übertriebener Härte vorzeitig vom Eis. Der Stürmer kann aber am Donnerstag trotzdem spielen.
Ein letztes Spiel verbleibt den Red Bulls noch vor der Weihnachtspause, und das gibt es am kommenden Donnerstag wieder in der Salzburger Eisarena gegen den EC REKORD-Fenster VSV, der heute daheim gegen Zagreb (nach Penalties) gewann!
Quelle: Red Bull Salzburg – Pressemeldung
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